PolyShear

Welche Aufgabe wird von Q-Chain® PolyShear gelöst?

Flüssige Lacksysteme werden in Ringleitungen vorgehalten, um Applikatoren verschiedenster Bauart einerseits konstant mit Lack zu versorgen und andererseits das Lackmaterial in Bewegung zu halten.

Dabei wird der Lack in der Ringleitung mechanisch beansprucht z.B. durch Kompression und Entspannung oder durch Förderung und Dosierung. Die dabei auftretende Scherung kann zu einer Veränderung des komplex zusammengesetzten Lacksystems führen, die auf die technischen und optischen Eigenschaften wirkt.

Dies kann dazu führen, dass eine komplette Ringleitung entleert werden muss – verbunden mit einem hohen wirtschaftlichen Schaden für Hersteller und Betreiber.

Die Q-Chain® PolyShear Methode kann diese Beanspruchung für einen Lack im Labormaßstab simulieren und dadurch eine Prognose liefern, ob ein bestimmtes Lacksystem für eine bestimmte Ringleitung geeignet ist.

Wie funktioniert Q-Chain® PolyShear?

Jede Ringleitungsanlage ist durch seine Einzelkomponenten hinsichtlich der Scherbeanspruchung charakterisierbar. Anhand dieser Einzelkomponenten kann optional per Software ein Scherungsprofil erstellt werden, das wiederum eine Prüfvorschrift für das System erstellt. Dabei wird das Strömungsverhalten im Zusammenspiel mit den charakteristischen Eigenschaften des Lacks in jeder Einzelkomponente simuliert und daraus die Prüfvorschrift erstellt.

Das Q-Chain®  PolyShear ist eine Laboranlage, die mit einem Liter Lack auskommt und das Material gemäß der Prüfvorschrift einer Scherung unterzieht – somit also eine komplette Ringleitungsanlage simuliert. Ergebnis des Versuchs ist ein beanspruchter Lack, der hinsichtlich seiner Viskositätsveränderung untersucht wird. Diese Kenngröße dient als Bewertung über die Eignung des Lacks für die charakterisierte Ringleitung.

Das System wurde vom Fraunhofer Institut entwickelt und durch die ORONTEC GmbH & Co. KG hergestellt und bei Kunden implementiert.

Wesentliche Merkmale:

  •  Labormaßstab, geringer Platzbedarf
  • Lediglich 1l Lack wird für den Test benötigt, größere Mengen sind z.B. für nachgelagerte Prüfprozesse möglich
  • Kurze Durchlaufzeit
  • Sehr gute Reproduzierbarkeit von Ringleitungsanlagen
  • Optional: Simulations-Software
  • Kombination mit Q-Chain®  LCM – Farbmessung in Flüssiglacken ist möglich