Was ist Lean?

Lean ist ein prozessbezogener Ansatz. Für die Optimierung wird zu Beginn  eine Wertstromanalyse des Unternehmens durchgeführt und ein  Wertstromdesign für den Zielzustand entwickelt. Anschließend werden die  Schwachstellen im Wertstrom ermittelt und optimiert. Lean setzt dabei sehr  stark auf die Optimierung unter Einbeziehung der Mitarbeiter in einem  Prozess. Dabei sind die Bestandsoptimierung und Materialversorgungssysteme (Push-, Pull- und Convip-Systeme), 5S, Rüstzeit- und  Wegereduzierung, direkte Fehlervermeidung (Poke-Yoke) und viele andere  Werkzeuge und Verfahren hervorragend geeignet, die Mitarbeiter in den  Prozessen direkt an der Veränderung nicht nur zu beteiligen, sondern sie  auch als treibende Kräfte der Prozessoptimierung zu gewinnen. So effektiv  allein Lean auch ist, es gibt in jedem Prozessmodell Grenzen dessen, was  erreicht werden kann. Wenn darüber hinaus eine Verbesserung notwendig  und sinnvoll ist, wird eine Durchbruchstrategie benötigt.

Lean-Six Sigma ist das Fundament auf dem optimale Prozesse  aufgebaut werden können. Ausgangsbasis ist die “Stimme des  Kunden”. Beide Methoden fokussieren sich dabei darauf, die von den Kunden bestellten Mengen vollständig und in der  vereinbarten Qualität zuliefern. Während die Lean-Methodik den Ressourceneinsatz und die  Optimierung der Wertschöpfungskette im Fokus hat, ist da Ziel  der Six Sigma-Methodik die Vermeidung jeglicher Qualitäts-  schwankungen und Prozessfehler. Dabei steht die Optimierung  und die Kontrolle der Einflussfaktoren im Vordergrund, die den größten Einfluss auf die für den Kunden wertvollen Eigen-  schaften für den Kunden haben. Durch die Kombination der beiden Methoden wird gewähleistet, dass die Produkte für den Kunden in genau der gewünschten  Qualität und Menge rechtzeitig geliefert werden und bei der  Herstellung ein Minimum an Ressourcen verbraucht wird.  Dadurch hat der Prozess des Produzenten die maximale  Wertschöpfung.